GINKGO BILOBA, DER GINKGOBAUM
Die ungewöhnliche Form der Blätter, die Kraft zum Überleben und die Heilwirkung des Baumes beflügeln Maler und Dichter seit Jahrtausenden.
Ginkgo ist vermutlich die älteste Baumpflanze der Erde. Forscher schätzen ihr Alter auf rund 300 Millionen Jahre. Es gab also bereits Ginkgo-Bäume als die Dinosaurier noch die Erde beherrschten. Vor der Eiszeit waren die Bäume auch in Europa heimisch, wie versteinerte Fossilien beweisen. Als einzige Art überlebte Ginkgo biloba im wärmeren Ostasien. Dort wurde er wegen seiner Robustheit, Langlebigkeit und Heilkraft verehrt und war häufig bei Tempeln zu finden. Inzwischen werden auch bei uns gerne Ginkgobäume gepflanzt, denn auch hier ist ihre Widerstandsfähigkeit gegen Schädlinge und Umweltgifte (vielbefahrene Straßen!) sehr nützlich.
Wo kann der Ginkgo helfen?
In der Forschung hat man besondere Wirkstoffe in den Ginkgoblättern
gefunden, die in einem Spezialextrakt stark konzentriert werden.
Ginkgopräparate mit diesem Spezialextrakt werden zur Behandlung altersbedingter
Gedächtnisstörungen und Durchblutungsstörungen im Gehirn, aber
auch in den Gliedmaßen eingesetzt.
Durch die bessere Durchblutung wird das Gehirn mit mehr Sauerstoff und Nährstoffen
versorgt - optimale Bedingungen für geistige Leitungsfähigkeit.
Auch bei Tinnitus, der durch Durchblutungsstörungen entstanden ist, können
Ginkgopräparate helfen.
Außerdem schützen Ginkgopräparate als starker Radikalfänger
die Gehirnzellen vor altersbedingten Abbauvorgängen.
Worauf ist unbedingt zu achten?
Arzneimittel aus Ginkgo werden im Allgemeinen gut vertragen und
können langfristig eingenommen werden. Sie entfalten
ihre volle Wirkung oft erst nach 2-3 Monaten.
Da Ginkgo experimentell blutgerinnungshemmende Eigenschaften hat, kann eine Wechselwirkung mit anderen Blutgerinnungshemmern (z. B. Aspirin®, Marcumar®) in Einzelfall nicht ausgeschlossen werden. In diesen Fällen sollte die Einnahme nur nach Rücksprache mit dem Arzt erfolgen.
Kann man Ginkgoblätter selber nutzen?
Tee aus Ginkgoblättern können wir nicht empfehlen, weil
die besonderen Wirkstoffe kaum enthalten sind, dafür andere
eher allergisierende Stoffe. In Arzneimitteln werden die Wirkstoffe
dagegen gezielt extrahiert und stark konzentriert.
Ginkgoblätter sind aber hervorragende Lesezeichen. Sie sehen
gepresst wunderschön aus und enthalten Stoffe, die Ungeziefer
fernhalten und somit auch die Bücher schützen!


